techtalk
- warum tech-talk?
- auf was wurde "licht" gemischt?
- wo wurde stef aufgenommen?
- was für computersyteme wurden für "licht" genutzt?
wenn ich sehe (und höre!), wie wenig geld man heutzutage für einen professionellen sound ausgeben muss, und erfahre, welche summen musikbegeisterte in ihr hobby investieren, dann kann man INI wohl mit fug und recht als homerecording bezeichen.
seit nunmehr über 25 jahre bin ich vom "audio-virus" infiziert, wobei sich mein interesse in letzter zeit, von teurem aufnahme- und mixequipment auf interessante (natur-)instrumente zurückverlagert. rein klanglich geht durch die rasante entwicklung im digitalen bereich jetzt schon so viel, dass man definitiv keine tonnen an studio-geräten mehr braucht, um seinen sound zu realisieren. vielmehr steht jetzt musik in verbindung mit knowhow im vordergrund. heutzutage unterscheiden sich gute und schlechte produktionen nicht mehr dadurch mit WAS gearbeitet wird sondern in erster linie durch das WIE. für mich ist das eine befreiende erkenntniss, da ich vor vielen jahren über die musik zu tontechnik kam. nun kann ich mich endlich mit überschaubarer technik kompromisslos auf "den ton" konzentrieren - genau das ist es, was ich bei INI machen will.
warum tech-talk?
da ich mitarbeiter der fernschule bin, die zeigt, wie man richtig musik aufnimmt, mischt und mastert www.hofa-training.de, habe ich in etwa eine vorstellung davon, wie unglaublich viele menschen sich aktiv mit recording beschäftigen.
deshalb hier ein paar informationen, wie beim "licht"-album was gemacht wurde.
auf was wurde "licht" gemischt?
um die oft weit über 100 spuren umfassenden Mischungen zu erstellen, nutzte ich einen mac pro quad core 3,0 mit zwei uad-karten. als abhören dienten die geithain rl201 mit einem basis2 aktiv bass, ein jvc rv-nb10b ghettoblaster und ein sennheiser hd 650

kopfhörer. softwareseitig war nuendo3, wavelab5 und melodyne3studio am start.
eingesetzte vorstufen:
für stefany camées stimme:
rme - fireface 800 rme
toneport - ux-2
sky-audio - micshaper

avalon - m5
eingesetzte mikrofone:
für stefany camées stimme:
neumann - tlm 149
akg - 414 tl2
brauner - vm1

neumann - u87

für akustische gitarren:
sennheiser - mkh40

shure - sm57

eingesetzte gitarren:
konzertgitarre armin hanika - 60pf
gibson - les paul custom

fender - walnut strat

jackson - strat

seagull - 12string

framus - 73f

ovation - elite

eingesetzte vst instrumente:
native instruments - kontakt2, b4 1+2
spectrasonics - atmosphere, trilogy, stylus
steinberg - the grand1+2, xphraze, grooveagent, halion string edition, plex
ueberschall - liquid instruments: horn section
drumagog
eingesetzte plug-ins:
urs - strip pro native, compressor 1975, n series+mix eq, fulltec
waves - diamond bundle, ssl
powered plugins - fairchild, la2a, la3a, plate140, prec eq, pultec-pro, dim d, ce-1, re201
sonalksis - sv315mk2, sv517mk2, tbk1,2+3
trackplug 5
sonox - limiter native
audio ease - altiverb6
christian knufinke - sir 1011
wo wurde stef aufgenommen?
stef singt alles bei mir in der regie ein. ich mag diese direkte kommunikation ohne talkback. die notwendigkeit zur stille fördert meine konzentration. das einzig problematische dabei ist mein hund, der schwierigkeiten mit dem schweigegebot hat.

was für computersysteme wurden genutzt?
ein großteil der songs wurde komplett auf einem 12" ibook g4 produziert, den ich vor ca. 3 jahren gekauft habe. hier musste das meiste sofort gerendert werden, da nicht genügend ressourcen zur verfügung standen, um mehrere midi-instrumente gleichzeitig im arrangement aktiv zu halten. diese vorgehensweise hat definitiv auch vorteile, da man immer gezwungen ist, entscheidungen zu treffen und ein instrument abzuschließen. eigentlich fast so, als würde man ganz klassisch auf eine 24spur 2 zoll aufnehmen.

später stand mir dann ein mac bookpro mit 17" zur verfügung. die leistung dieser rechnergeneration lässt fürs komponieren und arrangieren kaum noch wünsche offen.